Stil ll leben Ruhrschnellweg – Impressionen

Fünfte und letzte Etappe: Dortmund

Vom folgenden Schild wollte ich unbedingt ein Foto, weil es mich täglich an meine Kindheit erinnert. In Lütgendortmund geboren und aufgewachsen, die Mutter hat in Bochum-Langendreer gearbeitet, der Vater bei Opel (allerdings Werk I in Bochum-Laer, nicht im Werk II in Langendreer, das hier ausgeschildert ist).

In meiner alten Heimat Dortmund-Lütgendortmund ist auf beiden Spuren und neben der Autobahn viel los

In meiner alten Heimat Dortmund-Lütgendortmund ist auf beiden Spuren und neben der Autobahn viel los.

In Lütgendortmund haben wir auch eine Pause eingelegt, haben uns im Tipp-Kick versucht (sehr unerfolgreich) und im Tischfußball (sehr erfolgreich).

Wie man rechts im Bild sieht gilt die Mobilität nicht nur für Fahrradfahrer

Wie man rechts im Bild sieht gilt die Mobilität nicht nur für Fahrradfahrer.

Danach ging es an Dortmund-Somborn und damit meiner Grundschule und meinem nicht mehr existenten Kindergarten vorbei. Ziemlich viel Grün für eine Großstadt. Die nächste Anschlussstelle war Dortmund-Kley (dort geht es auch zum Indupark, nach Oespel, etc.), wo uns kurz vor dem AK Dortmund-West die sonst zur Anzeige von Staus genutzt LED-Tafel zum Still-Leben begrüßte. Zu diesem Zeitpunkt war ich zwar bereits seit sieben Stunden unterwegs, fand den Willkommensgruß aber trotzdem nett. Willkommen in Dortmund!

Begrüßung an der Ausfahrt Dortmund-Kley am Indupark kurz vor dem Kreuz Dortmund-West

Begrüßung an der Ausfahrt Dortmund-Kley am Indupark kurz vor dem Kreuz Dortmund-West.

Kurz hinter dem Autobahnkreuz mit der Sauerlandlinie A45 kommt meine jetzige Heimat, Dortmund-Dorstfeld. Hier wurde die Autobahn bereits bis letztes Jahr auf sechs Spuren erweitert, es wurden sehr hohe Schallschutzwälle zwischen der Autobahn und dem Technologiepark und der Universität (nein, jetzt: Technischen Universität) Dortmund angelegt.

Mal eine andere Perspektive: Blick vom Schallschutzwall an der AS Dortmund-Dorstfeld nordwestlich der Universität

Mal eine andere Perspektive: Blick vom Schallschutzwall an der AS Dortmund-Dorstfeld nordwestlich der Universität.

Ich konnte nicht an mich halten und musste natürlich den Berg besteigen, um diesen einmaligen Rund- und Überblick genießen zu können.

Auf dem Schallschutzwall an der AS Dortmund-Dorstfeld, kurz vor dem Missbrauch als Sommerrodelbahn

Auf dem Schallschutzwall an der AS Dortmund-Dorstfeld, kurz vor dem Missbrauch als Sommerrodelbahn.

Wie man weiß ist Runter jedoch immer schwieriger als Rauf, daher schaute ich mir die beste Vorgehensweise einfach bei einigen Kindern ab, die unglaublichen Spaß auf ihrer imaginären Sommerrodelbahn Dorstfeld hatten 😉

Schallschutzwall an der AS Dortmund-Dorstfeld, kurz nach dem Missbrauch als Sommerrodelbahn

Schallschutzwall an der AS Dortmund-Dorstfeld, kurz nach dem Missbrauch als Sommerrodelbahn.

Nach einer letzten Engstelle über die erst halb fertige Schnettkerbrücke vor der Dortmunder Innenstadt fuhren wir das Still-Leben bis zum Ende an der Märkischen Straße und machten dann Retour zur Westfalenhalle, wo wir Pünktlich um 17 Uhr zum Ende des Still-Lebens Ruhrschnellweg ankamen. Dort haben wir uns dann mit weiteren Dortmundern getroffen und das Abschlussprogramm genossen.

Entspannender Abschluss auf dem Festgelände vor der Dortmunder Westfalenhalle, auf dem das Still-Leben morgens eröffnet wurde

Entspannender Abschluss auf dem Festgelände vor der Dortmunder Westfalenhalle, auf dem das Still-Leben morgens eröffnet wurde.

Unterhalten wurden wir beispielsweise von den in Dortmund sehr erfolgreichen Blues Brothers. Die Verpflegung war zwar etwas teuer (das erste Mal an diesem Tag!), aber auch gut. Die Edeka-LKW unterwegs standen zwar immer im Weg, boten dafür aber Erfrischungen zum günstigen Preis. Kleines Wasser oder Apfelschorle EUR 0,50 – Halbliterdose Köpi EUR 1,00 – drei Äpfel ein Euro. Zwar wollte niemand gleich drei Äpfel, aber es fanden sich immer genügend Abnehmer, mit denen man teilen konnte.

Entertainment pur an der Westfalenhalle mit den Blues Brothers

Entertainment pur an der Westfalenhalle mit den Blues Brothers.

Alles in Allem möchte ich sagen, dass es mir persönlich wahnsinnig gut gefallen hat. Das ist jetzt keine Empfehlung für das Ruhrgebiet, da es meine persönliche Geschichte war, die mich auf die A40 getrieben hat. Aber ich denke, dass weltweit jeder von dieser Vielzahl an Veranstaltungen, Vorführungen, Menschen und Fahrrädern (!) beeindruckt gewesen wäre. Über 60 Kilometer Autobahn vollgestopft mit viel Alltagskultur, aber vor allem viel persönlichem Erleben.

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